International Journeyman

Das "International Journeyman" Programm entstand mehr oder weniger durch einen Zufall. Dieser Zufall war das unangekündigte Eintreffen eines jungen französischen technischen Auszubildenden bei der MKW Group. Er war von "Les Compagnons du Devoir", einer Ausbildungsorganisation mit 500-jähriger französischer Handwerkstradition, nach England geschickt worden, um dort eine technische Anstellung zu suchen. Die MKW Group war von den Fertigkeiten und der Qualität der Ausbildung des jungen Manns sehr beeindruckt und auf dieser Basis wurde eine Partnerschaft gegründet. Im Rahmen dieser Kooperation begannen Lehrlinge in der MKW Group, einen Teil ihrer Ausbildung in Frankreich zu absolvieren. Die MKW Group nahm im Gegenzug regelmäßig französische Auszubildende und Studenten bei sich auf, die Arbeitserfahrung sammeln und ihre Englischkenntnisse verbessern wollten.

"Es war für die jungen Männer, die wir geschickt haben, am Anfang nicht leicht - der erste konnte überhaupt kein Französisch, hat es aber bald gelernt," meint Michael Wright, Managing Director der MKW Group. So haben MKW Engineering und Total Maintenance and Engineering zusammengearbeitet und mit dem Prince's Trust dem nächsten Schub junger Männer einige Grundkenntnisse in Französisch beigebracht.

Im September 2003 wurde das Programm weiter ausgebaut, um das "International Journeyman" Programm zu gründen, bei dem RTC North (Regional Technology Centre) in Sunderland eine führende Rolle übernahm. Weitere Partner sind der Gateshead Council, Les Compagnons du Devoir und SEMTA (The Sector Skills Council for Science, Engineering and Manufacturing Technologies).

Im Rahmen des Programms können die Lehrlinge bei einem kurzen Besuch in Frankreich herausfinden, ob es ihnen dort gefällt, und haben dann die Möglichkeit einen mindestens zweijährigen Lehrvertrag abzuschließen, bei dessen Abschluss sie nicht nur eine solide technische Grundausbildung erhalten haben, sondern dank der Sprachausbildung "on-the-job" auch fließend Französisch sprechen.

Nach dem ersten dreiwöchigen Besuch haben die jungen Leute die Wahl, für zwei Jahre nach Frankreich zurückzukehren, um einen französischen Abschluss zu erwerben. Oder sie nehmen am Ausbildungsprogramm der MKW Group teil, bei dem in einem Jahr ein britischer NVQ Level Two Abschluss erreicht wird, anschließend gehen sie dann für zwei Jahre nach Frankreich, um den französischen Abschluss zu erwerben. Nach zwei Jahren in Frankreich können die Lehrlinge entweder nach Großbritannien zurückkehren oder ihre Ausbildung in Frankreich fortsetzen.

Das Programm wurde vom Regional Language Network North East gelobt und dessen Leiterin, Zélie Guérin, meint: "Da die Märkte immer wettbewerbsorientierter werden, ist es immer wichtiger, dass wir uns mit unseren Ausbildungspartnern auf allen Industrieebenen verständigen können. Diese Initiative zeigt, wie wir durch Zusammenarbeit sicherstellen können, dass es im Nordosten Englands die Fertigkeiten gibt, die in einem modernden und wachsenden Europa gebraucht werden."


Steven McCarthy

Steven McCarthy

Steven McCarthy, 19, war einer der ersten Auszubildenden der MKW Engineering Group, der sein Handwerk in Frankreich gelernt hat. "Am Anfang war es nicht leicht und die Sprache war das größte Problem, da uns Dinge aufgetragen wurden, die wir nicht verstanden haben," sagt er. Nach einigen Wochen begann er, ganz gut zu verstehen und lernte schließlich fließend und ohne Unsicherheit zu sprechen. "Ich glaube, dass ich dadurch einen riesigen Vorteil habe wenn ich nach England zurückkehre, und ich würde Andere auf jeden Fall ermutigen, dasselbe zu tun."

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